Du schreibst. Marketing kommt danach. Logisch, oder?
Ohne Buch gibt es nichts zu vermarkten.
Dieser Gedanke kostet dich den Algorithmus-Start.
Was in den ersten 30 Tagen passiert
Amazon entscheidet in den ersten 30 Tagen nach Veröffentlichung, wie sichtbar ein Buch langfristig sein wird. Diese Entscheidung basiert auf Kaufsignalen: Wie viele Menschen kaufen in der ersten Woche? Wie hoch ist die Klickrate auf die Buchseite? Gibt es frühe Rezensionen?
Wer ohne Vorbestellerliste und ohne aufgewärmte Community veröffentlicht, startet in ein Vakuum. Die Verkäufe in Woche 1 kommen von Familie und Bekannten. Nicht von echten Lesern. Das Kaufsignal ist schwach. Der Algorithmus lernt: schwache Nachfrage. Er zeigt das Buch seltener.
Ohne Gegenmaßnahmen verliert das Buch nach etwa 60 Tagen die algorithmische Sichtbarkeit und fällt in ein Koma, aus dem es kaum mehr herauskommt.
Das passiert ohne Vorarbeit. Jedes Mal.
Warum Autorin A mehr verkauft als Autorin B
Autorin A veröffentlicht ohne Vorarbeit. Am Tag der Veröffentlichung: 3 Verkäufe.
Autorin B hat sechs Monate vorher begonnen. Sie hat eine E-Mail-Liste mit 300 Abonnenten aufgebaut. Sie hat 20 Beta-Leser gewonnen und ARCs verteilt. Sie hat eine Vorbestellerseite vier Wochen vor Launch aktiviert.
Am Tag der Veröffentlichung schickt sie eine E-Mail an 300 Leser. 30 Prozent kaufen sofort. Das sind 90 Käufe am ersten Tag. Dazu kommen 15 frühe Rezensionen.
Amazon-Algorithmus: starkes Kaufsignal. Das Buch erscheint in Empfehlungen. Der organische Traffic beginnt.
Der Unterschied zwischen Autorin A und Autorin B ist nicht das Buch. Es ist der Zeitpunkt des Starts.
Der Countdown: sechs Monate vor dem Erscheinungstag
Sechs Monate vor Launch ist der richtige Zeitpunkt um anzufangen. Nicht mit dem Marketing des fertigen Buches. Mit dem Aufbau des Publikums.
Monat 6: Autorenprofil auf Goodreads und Amazon Author Central anlegen. Newsletter-Tool einrichten. Ersten Reader Magnet erstellen. Das kann ein Bonus-Kapitel sein, ein Worldbuilding-Dokument, eine Kurzgeschichte im selben Universum.
Monat 4: Cover-Enthüllung. Das ist der stärkste Einzelmoment für Newsletter-Anmeldungen. Menschen wollen das fertige Cover sehen. Wer es exklusiv per Newsletter bekommen kann, meldet sich an. Work-in-Progress-Posts auf einem Primärkanal. Keine komplette Transparenz, aber genug um Vorfreude aufzubauen.
Monat 2: Vorbestellerseite aktivieren. ARCs an zehn bis zwanzig Rezensenten versenden. Wer jetzt noch keine Rezensionen hat, bekommt sie zu spät.
Monat 1: Newsletter-Sequenz vorbereiten. Countdown-Posts. Die Lesercommunity auf den Erscheinungstag einstimmen.
Erscheinungstag: Newsletter an die gesamte Liste. Temporärer Einführungspreis für Neuleser.
Warum ARCs so wichtig sind
ARCs sind Advance Review Copies. Bücher die du vor der Veröffentlichung an ausgewählte Leser schickst, damit sie am Erscheinungstag eine fertige Rezension posten können.
Rezensionen brauchen Zeit. Wer ARCs erst nach der Veröffentlichung verteilt, bekommt Rezensionen in Woche 3 oder 4. Dann hat der Algorithmus bereits entschieden.
Zehn frühe Rezensionen am Erscheinungstag sind das Startsignal, das den Algorithmus in Richtung Empfehlungen kippt.
Der häufige Budget-Fehler
Viele Autoren geben Geld für physische Werbemittel aus: Lesezeichen, Postkarten, Sticker für Messen. Nicht messbar, nicht skalierbar.
Dieselbe Investition in eine Facebook- oder Amazon-Werbeanzeige für die ersten drei Wochen nach Launch liefert messbare Kaufsignale genau dann, wenn der Algorithmus hinschaut.
Tipp: Das Budget folgt dem Timing – und das Timing beginnt sechs Monate früher als die meisten denken.
Das Budget folgt dem Timing. Und das Timing beginnt sechs Monate früher als die meisten denken.
Was deine Website jetzt braucht
Eine Launch-Kampagne funktioniert nur wenn die Landebahn vorbereitet ist. Das bedeutet: schnelle Website, klarer CTA, Reader Magnet auf der Startseite, Newsletter-Einbindung die DSGVO-konform funktioniert.
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