„Ich habe Deutschabitur — kein Lektorat nötig
„Canva reicht für mein Buchcover
„Mein Genre versteht jeder von selbst
Book.genre im JSON-LD stehen.
„Eine Website pro Buch ist professioneller
welt.meindomain.de) — aber die Hauptdomain bleibt immer die Autoren-Website.
„JSON-LD ist nur für Tech-Experten
<head> der Seite sind unsichtbar für Besucher, aber entscheidend für Google, ChatGPT und alle KI-Suchsysteme. Ohne JSON-LD bist du für diese Systeme eine Person unbekannten Berufs. Mit JSON-LD bist du eine verknüpfte Entität: Autorin, Genre, Bücher, Social-Media-Profile — alles maschinenlesbar.
Einmalige Implementierung, dauerhafter Effekt. Unser Audit prüft 14 JSON-LD-Felder automatisch.
„PageSpeed ist irrelevant für Buchseiten"
53 % der mobilen Besucher verlassen eine Seite, wenn sie länger als 3 Sekunden lädt. Google verwendet Core Web Vitals als direkten Ranking-Faktor seit 2021. Autoren testen ihre Seite am Desktop-PC mit Glasfaser — und merken nicht, dass 60–70 % ihrer Besucher über Smartphones mit variablem Netz kommen.
Ein PageSpeed-Score unter 50 (Mobile) bedeutet messbaren Ranking-Verlust und höhere Absprungraten, bevor ein Besucher auch nur den Buchtitel gelesen hat.
14 Mythen · 3 technische Hintergründe · 29 Audit-Checks erklärt
Was Ratgeber und Coaches empfehlen — und was wirklich stimmt. 14 Mythen über Autoren-Websites, SEO und Buchmarketing.
Jetzt prüfen →„Amazon-Präsenz ersetzt eine eigene Website
„KI-Sichtbarkeit betrifft mich nicht — das ist Zukunft
„Niedrigpreis bedeutet mehr Absatz
„Instagram-Follower kaufen meine Bücher
„Ich muss auf allen Plattformen aktiv sein
„Marketing mache ich nach dem Buch"
„Datenschutz betrifft kleine Websites nicht
Technischer Hintergrund · Checks 21, 25, 26, 27, 40
Website-Struktur & Conversion:
Was Leser dazu bringt, Bücher zu kaufen
Technischer Hintergrund · Checks 29, 60, 61
Reader Magnet & Leseproben:
Wie du Leser zu Fans machst, bevor sie kaufen
Technischer Hintergrund · Check 63
JSON-LD @graph-Schema:
Warum zusammenhängende Daten dein Knowledge Panel stärken
@graph-Objekt verknüpft drei Entitäten als Einheit: Person (der Autor), WebSite (die Domain) und Book (jeder Titel). Wenn diese Einträge per @id miteinander verbunden sind, versteht Google, dass alle Bücher von derselben Person stammen — das stärkt das Google Knowledge Panel mit Bild, Beschreibung und Bookliste.
KI-Suchsysteme wie Perplexity, Bing Copilot und ChatGPT Search werten strukturierte Daten aktiv aus. Ein vollständiges @graph mit sameAs-Links zu Wikidata und GND erhöht die Wahrscheinlichkeit, dass du bei Anfragen wie „Empfiehl mir einen LitRPG-Roman" korrekt genannt wirst. Fehlen die Verknüpfungen, bleibt dein Name ein anonymer Datenpunkt ohne Kontext.
Wichtig: Google zeigt für Autoren-Websites kein Book-Rich-Result im Suchergebnis (das ist lizenzierten Buchhandels-Partnern vorbehalten). Der Nutzen liegt trotzdem im Knowledge Graph, in E-E-A-T-Signalen und in der KI-Indexierung.
Anleitung · Checks 160–168
Wikidata Schritt für Schritt:
Von „noch nie bearbeitet“ bis zur gesetzten Aussage
Diese Anleitung ist für Autor:innen geschrieben, die auf Wikidata noch nie etwas bearbeitet haben. Sie führt jeden Befund aus dem Bericht bis zur gesetzten Aussage. Vorweg die Einordnung, damit die Erwartung stimmt: Eine saubere Entität ist die Voraussetzung dafür, dass Maschinen dich einem Genre und deinen Werken zuordnen können — sie ist nicht die ganze Antwort. In unseren Feldläufen wurden in KI-Antworten ausnahmslos Dritte zitiert: Enzyklopädie-Artikel, Genre-Portale, Community-Datenbanken, Händler. Nie eine Autorenwebsite. Was diese Arbeit dir bringt, ist Auffindbarkeit im Datengraphen. Eine Nennung sagt dir niemand zu.
Schritt 0 — Konto und Grundbegriffe
Leg auf wikidata.org oben rechts über „Benutzerkonto erstellen“ ein Konto an. Anmelden reicht, du brauchst keine Freigabe. Selbstbearbeitung ist auf Wikidata ausdrücklich erlaubt — anders als in der Wikipedia — solange deine Aussagen faktisch und belegt sind.
Drei Begriffe, die im Bericht vorkommen:
- Q-Nummer — die Kennung eines Dings: du selbst (
Q42), ein Genre, eine Buchreihe. Steht oben auf jeder Wikidata-Seite. - P-Nummer — die Kennung einer Eigenschaft: „Genre“ ist
P136, „Beruf“ istP106. Eine Aussage besteht immer aus einer P-Nummer und einem Wert. - external-id — der Datentyp von Kennungen wie VIAF oder ISNI. Für dich heißt das nur: die reine Nummer eintragen, ohne Leerzeichen und ohne
https://. Solche Werte landen automatisch unter „Identifiers“, alles andere unter „Statements“ — eine Rubrik wählst du nie selbst aus.
Ein Werkzeug-Hinweis, der viele Neukonten aufhält: Das Massen-Werkzeug QuickStatements verlangt den Status autoconfirmed (mindestens 50 Bearbeitungen, erste Bearbeitung mindestens 4 Tage alt). Das betrifft nur dieses Werkzeug. Aussagen von Hand setzen und neue Items über Special:NewItem anlegen kannst du ab der ersten Minute.
Schritt 1 — Eine Aussage setzen (der Handgriff für fast alle Checks)
Öffne dein Personen-Item. Scroll zum Abschnitt „Statements“ und klick auf „+ Add statement“. Du bekommst zwei Felder:
- links die Eigenschaft — hier tippst du die P-Nummer ein, z. B.
P136. - rechts den Wert — hier tippst du die Q-Nummer oder den Namen ein, z. B.
Q25493967.
Dann „publish“ klicken. Fertig — es gibt kein Zusammenfassungsfeld; Begründungen gehören auf die Diskussionsseite des Items.
Die häufigste Erstfehler-Falle: Eine Q-Nummer ins linke Feld getippt ergibt „No match was found“. Links gehört immer die P-Nummer.
Check 161 — Genre als Aussage (P136)
Ein Genre in der Beschreibung („deutscher Autor (LitRPG, Fantasy)“) ist Anzeigetext und wird von Abfragen nicht gelesen. Abfragbar wird es erst als Aussage.
P136 setzen, je Genre eine eigene Aussage. Q-Nummern für den deutschen Markt:
- LitRPG —
Q25493967 - Fantasy —
Q132311 - Science-Fiction —
Q24925 - Progression Fantasy —
Q134506726(dieses Item hat bislang nur ein englisches Label: such nach „progression fantasy“, der deutsche Begriff findet es nicht)
Dein Genre ist nicht dabei? Tipp den Genre-Namen ins rechte Suchfeld — Wikidata schlägt passende Items vor. Nimm das mit der treffendsten Beschreibung und prüf im Zweifel, ob das Item als Genre und nicht als Buchtitel angelegt ist.
Check 162 — Beruf schärfen (P106)
Q36180 („Schriftsteller“) trifft auf Hunderttausende zu und trennt nichts. Ergänze einen geschärften Wert: Fantasyautor Q5434338, Science-Fiction-Schriftsteller Q18844224 oder Romancier Q6625963. Diese drei hängen in Wikidata direkt unter Q36180.
Nimm nicht Q482980 („Autor“ / „Urheber“) — das steht in einem anderen Zweig des Begriffsbaums und schärft nichts. Q36180 darf neben dem geschärften Wert stehen bleiben, das ist kein Fehler.
Check 166 — Belege anhängen (P854)
Unbelegte inhaltliche Aussagen sind das, was beim nächsten Aufräumen zuerst verschwindet. Damit deine Arbeit hält: Klick unter der Aussage auf „add reference“, wähl P854 („reference URL“) und trag eine belastbare Quelle ein — eine Verlags- oder Händlerseite mit Genre-Angabe, ein DNB-Katalogisat oder deine eigene Buchseite.
Check 165 — Deine Website am Item (P856)
P856 („offizielle Website“) mit der vollständigen URL inklusive https:// — Datentyp url. Das ist die Gegenrichtung zum sameAs auf deiner Seite: erst beide Richtungen zusammen machen die Verbindung belastbar. Steht dort noch eine alte Domain, setz den alten Wert auf den Rang „veraltet“ statt ihn zu löschen.
Check 164 — Externe Kennungen (VIAF, ISNI, Goodreads)
Diese Kennungen sind die Brücken zu anderen Verzeichnissen — über sie erkennen zwei Datenbestände, dass sie von derselben Person sprechen.
- VIAF (
P214) — Sammelnummer der Nationalbibliotheken. Such deinen Namen aufviaf.org; hast du eine GND, existiert meist auch ein VIAF-Cluster. - ISNI (
P213) — 16-stellige Kennung für Urheber. Suche aufisni.org. Trag sie kompakt ein, ohne Leerzeichen; die letzte Stelle ist eine Prüfziffer und darf auchXsein. Wir prüfen die Prüfziffer rechnerisch mit — eine vertauschte Ziffer fällt uns auf. - Goodreads (
P2963) — die Zahl aus deiner Goodreads-Autorenprofil-URL.
Hast du keine dieser Kennungen, ist das kein Versäumnis: VIAF und ISNI entstehen über Bibliothekskataloge, meist ab einigen katalogisierten Titeln.
Check 163 — Reihen-Item anlegen (der aufwendigste Punkt)
Erst der Beleg, dann das Item. Reihen-Items für selbstverlegte Titel sind auf Wikidata ein Grenzfall; ein Item ohne Quelle kann einen Löschantrag bekommen. Deshalb in dieser Reihenfolge:
- Belege sammeln. Such deine Titel auf
portal.dnb.de— jeder Titel mit ISBN ist dort erfasst. Notier die Katalogisat-Links. Das ist die Quelle, die dein Item hält. - Abstand lassen. Eine bis zwei Wochen zwischen der Bearbeitung deines Personen-Items und dem neuen Reihen-Item senken das Risiko einer Löschdiskussion.
- Item anlegen über
Special:NewItem, mit:P31=Q1667921(Romanreihe — präziser alsQ277759Buchreihe, das Sachbuchreihen mit einmischt) ·P50= dein Personen-Item, bei Mehrautoren-Reihen je Autor ein Wert ·P136= Genre ·P407=Q188(Deutsch — ohne Sprachangabe fällt dein Werk aus sprachgefilterten Abfragen) ·P973= die Landingpage der Reihe auf deiner Website. - Referenzen anhängen (
P854mit dem DNB-Link) anP31undP50. - Rückrichtung setzen:
P800am Personen-Item auf das Reihen-Item. Beide Richtungen gehören gesetzt —P800allein beantwortet die Werk-Abfrage nicht, denn gefragt wird vom Werk zur Person.
Eine Reihe, die nur dich führt, obwohl mehrere Autor:innen daran schreiben, ist eine Falschzuschreibung gegenüber realen Dritten. Alle P50-Werte setzen.
Erfolg selbst prüfen — ohne neuen Scan
Du musst nicht auf einen kostenpflichtigen Re-Scan warten, um zu sehen, ob die Arbeit gewirkt hat. Öffne query.wikidata.org, trag ein und drück auf Play:
SELECT ?w WHERE { ?w wdt:P50 wd:DEINE-QID }
Ersetz DEINE-QID durch deine Q-Nummer. Erscheint dein Reihen-Item in der Trefferliste, ist die Verknüpfung gesetzt. Dieselbe Abfrage benutzt der Bericht für Check 163 — du siehst also genau das, was wir sehen. Für das Genre funktioniert das analog mit wdt:P136 am eigenen Item.
Check 160 — Zwei Items auf einer GND (und wo der Constraint-Report steht)
Der schwerste Fall, weil man ihn am Item selbst nicht sieht: Zwei Wikidata-Items beanspruchen dieselbe GND-Nummer. Solange das offen ist, kann eine Maschine nicht entscheiden, welches Item du bist.
Wo du das nachsiehst: Wikidata meldet es nicht im Item-Text, sondern im Constraint-Report. Öffne dein Item und klick oben im Reiterbereich auf „Item issues“ bzw. das Warnsymbol neben der betroffenen Aussage. Eine Eindeutigkeits-Verletzung erscheint dort als unique value constraint (Q21502410). Alternativ zeigt hub.culturegraph.org/entityfacts/DEINE-GND alle Wikidata-Items, die an deiner GND hängen — mehr als eines ist der Befund.
Auflösen — zwei zulässige Modelle, die Mischung ist der Fehler:
- Modell A (Regelfall): ein Item, alle GND-Nummern daran, jeweils mit den Qualifikatoren „subject named as“ und „subject has role“. So ist es bei Joanne K. Rowling / Robert Galbraith (
Q34660) gelöst: ein Item, drei GNDs. - Modell B: zwei Items — nur wenn beide Namen aktiv mit eigener Bibliografie und eigenen Normdaten publizieren. Dann trägt jedes Item nur seine eigene GND, verklammert über
P742(Pseudonym, Datentyp Zeichenkette — nie eine Q-Nummer) undP1889(„verschieden von“, Datentyp Item) auf beiden Seiten.
Der Fehlerzustand ist die Mischung: zwei Items und eine doppelt vergebene GND. P1889 behauptet übrigens nicht, dass es zwei Menschen sind — es ist der Marker gegen automatisches Zusammenführen. Die Begründung gehört auf beide Diskussionsseiten.
Check 167 — Wikipedia-Artikel
Hier ist bewusst nichts zu tun. Ein Wikipedia-Artikel entsteht durch Dritte und über Rezeption — Rezensionen in etablierten Medien, Preise, Nominierungen — nicht durch Selbsteintrag. Die Relevanzkriterien sind dort deutlich strenger als auf Wikidata. Der Check steht im Bericht als Information, nicht als Anforderung.
Technischer Hintergrund · Check 64
Google Fonts & DSGVO:
Warum EU-konforme Alternativen Pflicht sind
fonts.googleapis.com auf fonts.bunny.net ändern.
Alternativ: Fonts lokal in den /wp-content/themes/-Ordner laden und per CSS einbinden. Beide Wege sind DSGVO-konform und erfordern kein Cookie-Consent für die Schriften.
Technischer Hintergrund · Check 67
„Social Proof brauche ich erst ab 1.000 Fans